Sigrid Hupach

Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion

Leiterin des Arbeitskreises Lebensweisen und Wissen

 

REDEN im Deutschen Bundestag

 

PRESSEMITTEILUNGEN

 

Kulturpolitik in den Ländern

Parlamentarische Initiativen der LINKEN in den Landtagen

 
 
28. Mai 2016

Demo in Leinefelde gegen NPD-Eichsfeldtag

Auch in diesem Jahr rief das Eichsfelder Bündnis gegen Rechts Bürgerinnen und Bürger zu der Demo "Kein (Sport-) Platz für Nazis im Eichsfeld" auf, um Gesicht zu zeigen gegen die von der NPD initiierte Rechtsrockveranstaltung, Hetze und Menschenverachtung.
Für Mitmenschlichkeit, Menschenrechte und Menschenwürde gegen Rassismus, Nationalismus und Menschenfeindlichkeit demonstrierten viele Bürgerinnen und Bürger heute in Leinefelde. Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben.

26. Mai 2016

Zu Besuch in Eisenach

Gestern war ich im Rahmen meiner Thüringentour in Eisenach. Der Tag dort startete für mich im Rathaus, wo ich die Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Die Linke) traf und mit ihr über kulturpolitische Themen, das bevorstehende Reformationsjubiläum und die allgemeine Situation der Stadt sprach. Anschließend besuchte ich das Landestheater Eisenach. Neben einer Besichtigung des Hauses gab es einen interessanten Informationsaustausch mit dem stellvertretenden Intendanten Boris Motzki, sowie der Dramaturgin und Theaterpädagogin Sophie Oldenstein zur Arbeit des Theaters. Am Nachmittag ging es für mich dann noch in das neu ausgestattete und erweiterte Lutherhaus.

Mit Katja Wolf in ihrem Büro, vor dem Theater
23. Mai 2016

Kulturelle Bildung verstetigen

Unter dieser Überschrift haben Rosemarie Hein, die bildungspolitische Sprecherin unserer Fraktion, und ich einen Beitrag auf www.linksfraktion.de veröffentlicht. Hintergrund ist unser Antrag „Bundesprogramm ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ weiterentwickeln und seine Fortführung jetzt vorbereiten“ und eine gemeinsame Anhörung des Bildungs- und des Kulturausschusses zu dieser Thematik. 

HIER unser Text

18. Mai 2016

Tagung in der Berliner Kulturbrauerei: "Mehr als willkommen! Kulturarbeit mit, für und von Geflüchtete(n)"

Ulle Schauws (Bündnis 90/Die Grünen), Moderatorin Edda Rydzy und Hiltrud Lotze (SPD) v.l. *** Foto: Mona Wetzel

Unter diesem Titel veranstaltete die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren vergangenen Freitag und Samstag eine Tagung in Berlin. Gleich nach dem Auftakt diskutierte ich mit Kolleginnen der anderen Bundestagsfraktionen auf einem Podium über unsere Positionen zu diesem Thema.

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Soziokulturelle Zentren sind wunderbar für die Arbeit mit Geflüchteten geeignet, insbesondere auch mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen – und das aus mehreren Gründen:

Die ca. 500 Einrichtungen sind bundesweit sehr unterschiedlich aufgestellt, aber eines ist ihnen allen gemeinsam: sie sind erprobt im Reagieren auf neue Aufgaben, sie sind offen in der Ansprache neuer Zielgruppen und geübt im Neugierigmachen auf Neues, Unbekanntes. Und: ein großer Teil von ihnen ist über viele Jahre schon erfahren in der Arbeit mit Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft oder in unterschiedlicher sozialer Situation. Gerade dieser sozialräumliche Ansatz ist mir enorm wichtig, schafft er es doch, nicht ausgrenzend zu wirken!

Die Frage ist eigentlich eine Doppelte: was kann Kultur für die Arbeit mit Geflüchteten leisten, und was speziell könnte der besondere Beitrag der Soziokulturellen Zentren dafür sein? 

 

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HIER das Programm und

HIER eine Zusammenfassung der Tagung von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.

12. Mai 2016

Fachgespräch zur kulturellen Bildung / unser Antrag dazu

Gestern kamen unser Ausschuss für Kultur und Medien und der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, um sich in einem öffentlichen Fachgespräch mit der kulturellen Bildung und dem Bundesprogramm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" zu befassen. Gemeinsam mit der bildungspolitischen Sprecherin unserer Fraktion, Dr. Rosemarie Hein, befragte ich die geladenen Sachverständigen.

 

HIER findet man die Einladung mit der Liste der Sachverständigen sowie ihre vorab eingereichten Stellungnahmen.

Das Fachgespräch kann man sich auch in der Mediathek des Bundestages anschauen. 

HIER gibt es eine Zusammenfassung des Fachgesprächs.

 

Genau zu diesem Thema hatten wir erst kürzlich den Antrag "Bundesprogramm 'Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung' weiterentwickeln und seine Fortführung jetzt vorbereiten" eingebracht.

HIER die Begründung zu dieser parlamentarischen Initiative. 

8. Mai 2016

Jahrestag der Befreiung - Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Der 8. Mai – Tag der Befreiung – war für mich und meinen Kreisverband DIE LINKE. Eichsfeld auch in diesem Jahr wieder Anlass, sich auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Heiligenstadt zu einer Gedenkveranstaltung zusammenzufinden. Vor 71 Jahren wurde vom Oberkommandierenden der Deutschen Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet und somit dem sechsjährigen Morden in Europa ein Ende gesetzt.

In meiner Ansprache würdigte ich den Beitrag der Alliierten zur Befreiung Deutschlands von Faschismus und Krieg und erinnerte an die ca. 60 Millionen Opfer, unter ihnen ca. 27 Millionen Sowjetbürgerinnen und Sowjetbürger. In einer Schweigeminute gedachten wir der Toten des Zweiten Weltkrieges und legten Blumengebinde und Blumensträuße am Ehrenmal für die gefallen Sowjetsoldaten nieder.

Anschließend ging meine Mitarbeiterin und stellvertretende Kreisvorsitzende, Petra Welitschkin, in ihrem Redebeitrag auf die Thematik Geschichtsrevisionismus zu Lasten des Antifaschismus in der gegenwärtigen öffentlichen Geschichtsdebatte ein und bezeichnete es als Aufgabe aller Antifaschisten, die historische Wahrheit zu wahren und zu verteidigen. Auch die russlanddeutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung brachten sich mit Redebeiträgen ein. Unter anderem wurde gefordert, die Erinnerung an den heldenhaften Kampf der Vorfahren im Großen Vaterländischen Krieg zu bewahren und die jungen Menschen im Sinne der antifaschistischen Traditionen und des Kampfes um die Erhaltung des Friedens zu erziehen. Abgerundet wurde die Gedenkstunde mit Gedichten in deutscher und russischer Sprache zum Thema Frieden und wider das Vergessen. 

Unsere Fraktion hatte auch in diesem Jahr wieder den Antrag "Tag der Befreiung muss gesetzlicher Gedenktag werden" in den Bundestag eingebracht.

3. Mai 2016

Ein Tag mit Petra Pau in Mühlhausen

Gestern war meine Fraktionskollegin und die Vizepräsidentin des Bundestages, Petra Pau, zu Gast in meinem Wahlkreis, genauer gesagt in Mühlhausen. Der erste Termin führte uns in die Beruflichen Schulen des Unstrut-Hainich-Kreises "Johann August Röbling", wo wir uns mit dem Schulleiter, Peter Ewert, und allen Fachbereichsleitern trafen. Sie zeigten uns die Schule und berichteten von ihrer Arbeit - u.a. von der Integration der geflüchteten Kinder. Außerdem gab es eine Gesprächsrunde mit Schülerinnen und Schülern, die viele interessante Fragen zu gesellschaftspolitischen Themen an uns richteten, u.a. wurden Probleme mit der anstehenden neuen Berufsschulnetzplanung in Thüringen angesprochen. Das war eine spannende Diskussion. 

Anschließend ging es für uns ins Landratsamt des Unstrut-Hainich-Kreises, wo wir mit dem Leiter des Fachdienstes Migration, Horst Busch, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sprachen. Danach besuchten wir die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Mühlhausen, ließen uns alles zeigen und kamen auch mit ehemaligen Bewohnern des Hauses ins Gespräch. 

Zum Abschluss des Tages hatten wir ins 3K-Theater eingeladen, wo Petra Pau aus ihrem Buch "Gottlose Type - Meine unfrisierten Erinnerungen" las und dem Publikum auch Rede und Antwort stand.

Das war ein rundum gelungener Tag!

 

Eulenspiegel Verlag: "Gottlose Type" 

1. Mai 2016

Fest zum 1. Mai in Leinefelde

Traditionsgemäß habe ich heute mit meinem Kreisverband DIE LINKE. Eichsfeld zu einem Maifest eingeladen. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, um bei Bratwurst, Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen. Vielen Dank allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

 

Im Zusammenhang mit dem diesjährigen internationalen Arbeiterkampftag bin ich auch noch einmal auf unsere Forderungen aus der 2015 gestarteten Kampagne „Das muss drin sein“ eingegangen. Unsere Partei tritt für ein gutes Leben für Jede und Jeden, mehr Chancengerechtigkeit für bezahlbare Wohnungen, gute Bildung und gute Gesundheitsversorgung und gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse und prekäres Leben ein. Am 1.Mai und jeden Tag. Unsere diesjährige Hauptforderung für mehr Personal für Bildung, Pflege und Gesundheit zielt auf eine deutliche Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Bürgerinnen und Bürger in wesentlichen Bereichen der Daseinsvorsorge ab.

 

 

 

29. April 2016

Ein rosarotes Bild von Europa

Rede zur Unterrichtung durch die Bundesregierung Weiterentwicklung der Konzeption zur Erforschung, Bewahrung, Präsentation und Vermittlung der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa nach § 96 des Bundesvertriebenengesetzes (Drucksache 18/7730)

Gegenstand dieser umfangreichen und zu prominenter Zeit angesetzten Debatte ist ein dünnes Papier der Bundesregierung. Unter der Überschrift: „Erinnerung bewahren – Brücken bauen – Zukunft gestalten“ wollen Sie die im Jahr 2000 verfasste Konzeption zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa weiterentwickeln. Ich bin gespannt, womit Sie, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der Koalitionsfraktionen, diese Debatte füllen wollen. Mit dem unkonkreten Inhalt des vorliegenden Papiers kann Ihnen das eigentlich nicht gelingen.

Worin besteht der Fortschritt und worin die Weiterentwicklung? Zunächst einmal fallen einige Unterschiede auf. Im Titel ist nicht mehr nur von der „Erforschung“ und „Präsentation“ deutscher Kultur und Geschichte die Rede, sondern außerdem von „Bewahrung“ und „Vermittlung“. Im Unterschied zur Konzeption aus dem Jahr 2000 tauchen Begriffe wie „transnational“, „multikulturell“, „multireligiös“ und „multiethnisch“ auf. Auch die kulturelle Vielfalt hat Eingang in die Konzeption gefunden. 2000 war das Stichwort „Vielfalt“ noch negativ belegt. Damals galt es nämlich - ich zitiere -, die „Vielfalt und Vielzahl vom Bund geförderter Einrichtungen“ zu reduzieren und regional neu zu strukturieren.

Auch findet sich in der Einleitung schon ein Verweis auf den historischen Kontext, in den Flucht und Vertreibung einzuordnen sind, nämlich das verbrecherische NS-Regime mit seiner Expansions- und Vernichtungspolitik. Und etwas nebensächlich, aber immerhin, wird bei der Projektförderung auch die Erforschung und Vermittlung des jüdisch-deutschen Erbes im östlichen Europa genannt. Diese Änderungen waren längst überfällig.

 

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28. April 2016

Bücher und E-Books müssen rechtlich gleichgestellt werden

Rede zum von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Buchpreisbindungsgesetzes 
(Drucksache 18/8043)

Die Linke sagt: Die Buchpreisbindung muss ohne Wenn und Aber erhalten bleiben. Wir debattieren heute abschließend einen Gesetzentwurf zur Änderung der Buchpreisbindung aus dem Ministerium für Wirtschaft und Energie. Ich rede als Kulturpolitikerin zu diesem Thema, und das aus gutem Grund; denn bei der Buchpreisbindung geht es um das Kulturgut Buch, um die Stärkung der Verlage und der Buchhandlungen und damit auch um die kulturelle Infrastruktur und die kulturelle Vielfalt in Deutschland.

(Beifall bei der LINKEN)

Der vorliegende Entwurf will gesetzlich fixieren, was schon Praxis ist, dass nämlich Verlage auch für E-Books feste Preise festlegen, die von allen Buchhändlern für einen bestimmten Zeitraum einzuhalten sind. Das ist richtig. Es darf keinen Unterschied machen, in welcher der über 6 000 Buchhandlungen in Deutschland ich ein Buch oder ein E-Book erwerbe: ob in der gut sortierten Sortimentsbuchhandlung um die Ecke, im Buchkaufhaus, am Bahnhof oder über den Onlinehandel.

Die Buchpreisbindung hat nicht nur Tradition, sie hat vor allem ihren Sinn darin, dass es so Verlagen möglich ist, über Mischkalkulationen auch Bücher zu drucken oder E-Books zu publizieren, die nur eine geringe Nachfrage finden werden, es aber unbedingt verdient haben, veröffentlicht zu werden, weil sie kulturell wertvoll sind. Dank der Buchpreisbindung können wir in Deutschland auf eine große Vielfalt von Buchtiteln und eine große Vielfalt an Anbietern verweisen. Die Buchpreisbindung schützt gerade die kleineren Buchhandlungen vor einem erbitterten Preisdumping durch große Handelsketten oder Onlinehändler wie Amazon. Gerade die Buchhandlungen widmen sich neben dem reinen Verkauf auch der Leseförderung, kulturellen Angeboten und Veranstaltungen.

Der Gesetzentwurf stärkt die Buchpreisbindung und geht damit einen Schritt in die richtige Richtung, allerdings nur einen kleinen; denn Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Koalition, bleiben mutlos stehen und lassen sich vom digitalen Zeitalter hoffnungslos überholen.

 

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