Anfragen an die Bundesregierung

Als Bundestagsabgeordnete stehen mir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Fragen an die Bundesregierung zu richten - abgesehen vom Fragerecht im Ausschuss nutze ich vor allem sogenannte Schriftliche Fragen und Kleine Anfragen. 

19. April 2017

Erweiterung des Brecht-Weigel-Hauses in Buckow / Darstellung der Geschichte des Ortes im Humboldt-Forum

Ich hatte Schriftliche Fragen zu folgenden Themen gestellt:

 

  • Verkauf eines Grundstücks im Rahmen der geplanten baulichen Erweiterung des denkmalgeschützten Brecht-Weigel-Hauses in Buckow
  • Planungen zur Darstellung der Geschichte des Ortes des zukünftigen Humboldt-Forums / Erinnerung an den Palast der Republik

 

HIER die Antworten

2. Dezember 2016

Limbach-Kommission / Runder Tisch zur Geschlechtergerechtigkeit

 

Ich hatte Schriftliche Fragen zu folgenden Themen gestellt:

  • Warum auf die Verankerung einer einseitigen Anrufbarkeit bei der Reform der sogenannten Limbach-Kommission verzichtet wird
  • Wie der aktuelle Stand bei der Einrichtung eines Runden Tisches zur Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Medienbereich ist

 

HIER die Antworten

12. Oktober 2016

Magere Antwort auf unsere Kleine Anfrage zur "Limbach-Kommission"

 

Nun liegt die Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage "Aktueller Stand der geplanten Reform der Beratenden Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz (Limbach-Kommission)" vor - und ist wenig erhellend.

Es sei vorgesehen, die Weiterentwicklung der Kommission noch in diesem Jahr abzuschließen. Auf die Frage nach konkreten Vorschlägen wird geantwortet: "Im Hinblick auf das noch nicht abgeschlossene Verfahren und die Beteiligung von Ländern und kommunalen Spitzenverbänden an den Beratungen beabsichtigt die Bundesregierung nicht, die Vorschläge vorab zu veröffentlichen."
Und auf diese Antwort wird bei den weiteren Fragen ständig verwiesen. 

HIER die komplette Antwort (als PDF)

 

Zum Hintergrund:

Die "Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz" ("Limbach-Kommission") kann in Streitfällen über die Rückgabe von NS-verfolgungsbedingt abhanden gekommenen Kulturgütern, die sich heute in Museen, Bibliotheken, Archiven und anderen öffentliche Einrichtungen befinden, angerufen werden. Die Einsetzung der Kommission fand in Abstimmung zwischen dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Kultusministerkonferenz der Länder und den kommunalen Spitzenverbänden statt.

In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu Kritik an Zusammensetzung und Arbeitsweise der Kommission. So haben VertreterInnen von jüdischen Organisationen und Opferverbänden immer wieder Reformen gefordert. Diese sollen vor allem die Themen Transparenz, Einbeziehung von Vertreterinnen und Vertretern von jüdischen Organisationen und Opferverbänden bei der Besetzung der Kommission, die einseitige Anrufbarkeit der Kommission und die Verbindlichkeit der Empfehlungen der Kommission beinhalten.

Die Beauftragte für Kultur und Medien, Monika Grütters, tauschte sich im Juni mit den Ländern und kommunalen Spitzenverbänden über eine Weiterentwicklung der Beratenden Kommission aus und kündigte die Einsetzung einer gemeinsame Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden zu diesem Thema an. Im August informierte sie darüber, dass die angekündigten Reformen der "Limbach-Kommission" bis zum Herbst umgesetzt werden sollen. 

2. September 2016

Pläne der Bundesregierung zur Untersuchung der Geschichte des Bundeskanzleramtes

Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage

Anfang des Jahres kam eine von der Beauftragten für Kultur und Medien in Auftrag gegebenen Studie des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin (IfZ) und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die eklatanteste Forschungslücke bei der Aufarbeitung von NS-Kontinuität in der Bundesrepublik Deutschland aktuell beim Bundeskanzleramt (BKAmt) besteht.

Bestätigt wurde diese Einschätzung von ausnahmslos allen Sachverständigen einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Kultur und Medien am 1. Juni 2016 (HIER das Protokoll), die den Antrag der Fraktion DIE LINKE. (Bundestagsdrucksache 18/3049), der die Einsetzung einer unabhängigen Historikerkommission zum BKAmt fordert, im Grundsatz begrüßten. Deutlich wurde, dass man zwar sehr wohl Netzwerke und die ressortübergreifende Personalpolitik analysieren sollte, jedoch diese umfassende Untersuchung keine Einzelstudie zum Bundeskanzleramt ersetzen könne. (HIER die Stellungnahmen der Sachverständigen

Kürzlich verkündete Staatsministerin Monika Grütters, dass im Bundeshaushalt 2017 nun „ein Förderprogramm in Höhe von insgesamt 4 Millionen Euro, das die NS-Vergangenheit zentraler Behörden, insbesondere der Bundesministerien, ressortübergreifend aufarbeiten soll“, festgeschrieben sei.

Vor diesem Hintergrund haben wir eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, in der wir sie detailliert zu den Plänen für die Untersuchung der Geschichte des Bundeskanzleramtes befragten. Die Antworten sind leider keineswegs so detailliert ausgefallen.

Deutlich wird allerdings, dass kein eigenständiges Untersuchungsprojekt zum Bundeskanzleramt geplant ist. Stattdessen soll dies in ein ressortübergreifendes Förderprogramm irgendwie mit eingebunden werden. Genaueres kann und will man dazu nicht sagen...

Und: man will vor allem den deutsch-deutschen Vergleich anstrengen und im Rahmen des Förderprogramms die Ministerien, Institutionen und Organisationen der DDR untersuchen lassen.

Dies kann und sollte man machen – jedoch, so befürchten wir, steht dahinter die Motivation, von der größten Forschungslücke bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, nämlich der exekutiven Schaltzentrale der Kanzlerdemokratie abzulenken. 

 

HIER die Antworten (als PDF)

19. August 2016

Ankäufe durch bundeseigene Museen / Deutsche Digitale Bibliothek / Eintritt in die vom Bund geförderten Berliner Museen

 

Ich hatte Schriftliche Fragen zu folgenden Themen gestellt:

  • Ankauf von Kunstwerken und Kulturgütern durch die bundeseigenen Museen und Ausstellungshäuser in den letzten vier Jahren
  • Weiterfinanzierung der Deutschen Digitalen Bibliothek ab dem Jahr 2017
  • Erlöse aus dem Verkauf von Eintrittskarten in den vom Bund geförderten Berliner Museen und Ausstellungshäusern
  • Betriebswirtschaftliche Aufwendungen für die Erhebung von Eintrittsgeldern in den einzelnen Berliner Museen

 

HIER die Antworten

 

HIER ein Nachtrag

17. August 2016

Kompetenzzentrum zum UNESCO-Weltkulturerbe, Hauptstadtfinanzierung, Humboldt-Forum

Ich hatte Schriftliche Fragen gestellt, um mich nach den Vorbereitungen eines nationalen Kompetenzzentrums zum UNESCO-Weltkulturerbe, dem Verhandlungsstand für einen neuen Hauptstadtfinanzierungsvertrag und den Fassaden des Humboldt-Forums zu erkundigen.

HIER die Antworten (als PDF) 

27. Juli 2016

Förderung des Bundes für die Erstellung einer Kopie der Garnisonkirche Potsdam

Diesbezüglich hatten wir eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt - HIER die Antwort - woraufhin wir eine Nachfrage stellten - HIER die Antwort.

4. Juli 2016

Neuer Musikförderfonds endlich auf den Weg gebracht

Antworten auf meine schriftlichen Fragen

Vor über einem Jahr hatte die Beauftragte für Kultur und Medien die Einrichtung eines Musikfonds angekündigt und auch der Bundestag hatte im letzten Herbst 1,1 Mio. Euro dafür in den Haushalt eingestellt.

Vergleichbar mit den anderen Kulturförderfonds, die im letztem Jahr aus der Kulturstiftung des Bundes herausgelöst und der BKM direkt unterstellt wurden, soll auch der Musikfonds in eigener Verantwortung Mittel zur Unterstützung zeitgenössischer Musik vergeben. Nicht zuletzt die Vorstellung der Jazzstudie 2016 hatte deutlich gemacht, wie wichtig Fördermöglichkeiten vor allem für neue Musik sind.

Da bis Ende Mai noch immer nichts Genaues bekannt geworden war, erkundigte ich mich bei der Bundesregierung nach dem aktuellen Stand der Dinge, dem angedachten Konzept, das dem Förderfonds für zeitgenössische Musik zugrunde liegen wird, und ab wann mit der Ausreichung der Mittel zu rechnen ist. Die Antwort war leider nicht sehr konkret ausgefallen, darin heißt es unter anderem „BKM beabsichtigt, in Kürze maßgebliche Verbände und Institutionen zur Gründung eines Musikfonds e. V. einzuladen.“

 

HIER die Antworten auf meine Schriftlichen Fragen

 

Nun hat die BKM am vergangenen Mittwoch endlich die Gründung des neuen Musikförderfonds bekannt gegeben. Ich hoffe sehr, dass die sieben beteiligten Verbände nun zügig das Förderkonzept erarbeiten können. Auch wenn die 1,1 Mio. ins nächste Jahr übertragbar sind, gebraucht werden sie schon längst. 

 

25. Februar 2016

Arbeitsbedingungen bei der Berlinale 2016

Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage

 

HIER die Antworten (als PDF)

3. Februar 2016

Provenienzrecherche

Antworten auf meine Schriftlichen Fragen zur Provenienzrecherche im Fall Gurlitt und zum Deutschen Zentrum Kulturgutverluste

 

HIER die Antworten (als PDF)

4. Januar 2016

Humboldt-Forum in Berlin

Antworten auf meine Schriftlichen Fragen zu der Gründungsintendanz, den Kosten und der zukünftigen Struktur und Gremienzusammensetzung des Humboldt-Forums.

 

HIER die Antworten (als PDF) 

16. Dezember 2015

Fazit der Arbeit der Taskforce „Schwabinger Kunstfund“ und Ergebnisse der bisherigen Arbeit des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste

Antwort auf unsere Kleine Anfrage

 

HIER die Antwort (als PDF)

 

Interessant sind die Summen, die im Rahmen der Arbeit der Taskforce vorrangig für externe Wissenschaftler ausgegeben wurden. Außerdem fehlt noch immer ein Konzept für die Integration der Taskforce in das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste und es ist unklar, wer dort arbeiten soll. Das Konzept soll zeitlich so vorgelegt werden, dass man im Januar arbeitsfähig ist – wir dürfen gespannt sein – noch ist nichts da und wir haben Dezember! Ein Abschlussbericht ist für Januar 2016 angekündigt.

 

 

20. Juli 2015

Aktueller Stand zum Dokumentationszentrum und zur Dauerausstellung der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung im Deutschlandhaus und Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni 2015

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der LINKEN (DS 18/5472)

Am 9. Juni 2015 hatte ich mit Kolleginnen und Kollegen meiner Fraktion eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, die die damals noch unklare Situation bei der Besetzung des Direktorenpostens, beim Ausbau des Dokumentationszentrums im Deutschlandhaus und bei der Ausgestaltung des neu eingeführten bundesweiten "Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung" am 20. Juni thematisierte. Die Bundesregierung bat um eine Fristverlängerung, so dass die Antwort nun erst jetzt öffentlich vorliegt. Dies war reine Taktik, denn einer ganzen Reihe von Fragen war mit der Verzögerung die Brisanz genommen. Die Antworten sind dennoch interessant, zum Beispiel hinsichtlich der Verwendung der bisher bewilligten Haushaltsmittel; der Aussage, die umstrittene Ausstellung „Twice a stranger / Stiftung Flucht Vertreibung, Versöhnung“ bzw. die „Werkschau“ (von November 2014 bis Januar 2015 im Deutschen Historischen Museum gezeigt und Hauptgrund für die Entlassung des Gründungsdirektors der Stiftung Manfred Kittel) nicht in die geplante Dauerausstellung einzubeziehen oder der Einbeziehung der Vertriebenenfunktionäre. 

 

HIER die Antwort (als PDF)

29. Juni 2015

Sicherungsverfilmung und Digitalisierung von Kulturgut im Barbarastollen

Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der LINKEN (DS 18/5350)

Der Zentrale Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland, der Barbarastollen in Oberried bei Freiburg, dient als kulturelles Gedächtnis der Nation. Er ist das einzige Objekt in Deutschland, das unter Sonderschutz nach den Regeln der Haager Konvention steht. Verwaltet wird der Stollen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Um der völligen Vernichtung von Kulturgütern im Katastrophenfall entgegenzuwirken, werden diese im Barbarastollen durch Sicherungsverfilmungen gesichert. Die Sicherung der Kulturgüter richtet sich nach Dringlichkeitsstufen und wird in Verfilmungsstellen beim Bundesarchiv, beim Geheimen Staatsarchiv und bei Landesarchiven nach festgelegten technischen Standards durchgeführt. Die Fragesteller fragen in dieser Kleinen Anfrage nach den technischen Verfahren der Sicherungsverfilmung und ob dabei Digitalisate entstehen. Außerdem möchten die Fragesteller wissen, ob es eine Verbindung zum Aufbau der Deutschen Digitalen Bibliothek gibt.

 

HIER die Antwort (als PDF) 

12. Juni 2015

Freiheits- und Einheitsdenkmal

Antworten auf meine Schriftlichen Fragen bezüglich des Planungsstands, der Baugenehmigung und eventuell offener Fragen

 

HIER die Antworten (als PDF)

29. Mai 2015

Der Kultursektor im Vertragswerk des Freihandelsabkommens CETA der Europäischen Union mit Kanada

Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage "Der Kultursektor im Vertragswerk des Freihandelsabkommens CETA der Europäischen Union mit Kanada"

 

HIER die Antwort (als PDF)

2. April 2015

Zwischenbilanz des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“

Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage "Zwischenbilanz des Bundesprogramms 'Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung'"

 

HIER die Antwort (als PDF)

2. April 2015

Berliner Schloss / Humboldtforum

Antworten auf meine Schriftlichen Fragen zum Nutzungskonzept, zu den Kosten und dem Planungsstand bezüglich der Ausschreibung einer Intendanz

 

HIER die Antworten (als PDF)

13. Februar 2015

Ausgestaltung des Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung

 

Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage "Ausgestaltung des Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung"

 

HIER die Antwort (als PDF)

23. Januar 2015

Museum der Moderne

Antworten auf meine Schriftlichen Fragen zum Planungsstand des Museums der Moderne in Berlin

 

HIER die Antworten (als PDF)

12. Januar 2015

Kritik an Ausstellungen der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“

 

Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage "Kritik an Ausstellungen der Stiftung 'Flucht, Vertreibung, Versöhnung'"

 

HIER die Antwort (als PDF)

8. Dezember 2014

Bundesregierung antwortet uns nun zur Taskforce Schwabinger Kunstfund - und viele Fragen bleiben offen

Nach vierwöchiger Wartezeit haben wir am 05.12.14 die Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage „Aktueller Stand der Arbeit der Taskforce Schwabinger Kunstfund ein Jahr nach deren Einsetzung“ (BT-Drs.: 18/3105) erhalten. Zwischen Einreichung der Anfrage und Antwort lag – durch die von Seiten der Bundesregierung erbetene Fristverlängerung zur Beantwortung unserer Fragen – die Pressekonferenz am 24.11.14, in der das Kunstmuseum Bern verkündete, dass es das Erbe Cornelius Gurlitts annehme. Damit war unseren Fragen einiges an Aktualität genommen. 
Und so wie die Bundesregierung statt den üblichen zwei Wochen vier Wochen für ihre Antwort benötigte, so braucht auch die Taskforce Schwabinger Kunstfund statt einem Jahr nun mindestens zwei Jahre zur Erforschung der ca. 1260 Werke der Sammlung Gurlitt. Kein Experte wird darüber erstaunt sein, ist Provenienzforschung doch eine komplexe und langwierige Recherchearbeit. Im Gegenteil war die Ankündigung, dass die eilig vor einem Jahr eingesetzte Taskforce ihre Arbeit innerhalb von Jahresfrist erledigen könne, ganz offensichtlich dem Bedürfnis geschuldet der an Peinlichkeiten und Inkompetenzen reichen Entdeckungsgeschichte des Kunstschatzes etwas positives entgegen zu setzen. Mit seriöser Forschung hatte das zunächst nicht viel zu tun, zumal die echten Provenienzforscher, wie uns die Antwort erläutert, in der Taskforce durchaus in der Minderheit sind. Offenbar arbeiten externe Wissenschaftler mit unterschiedlichsten Vertragskonditionen der laut Bundesregierung international und namhaft besetzten Taskforce zu. Namen werden nicht genannt. Das bis zum 24.11.14 völlig intransparente und langsame Arbeiten der Taskforce ist auf viel Unverständnis gestoßen. Dennoch wird sie ihre Arbeit fortsetzen und für das Kunstmuseum Bern alle Werke, die unter NS-Raubkunstverdacht stehen – also 499 Werke der Münchener Sammlung und nochmal 239 hinzukommende aus dem Salzburger Fund – untersuchen. Zahlen wird weiterhin der Bund und das Land Bayern, die Kosten können laut Antwort der Bundesregierung derzeit nicht endgültig beziffert werden, hängt doch alles vom Arbeitstempo ab. Arbeitet die Taskforce im bisherigen Tempo weiter, könnte es also teuer werden. 
Der Fall Gurlitt hat so ein vorläufiges Ende genommen, das alle eilig als Erfolg ausrufen. Vergessen wird dabei, dass bisher kein einziges Werk an Erben restituiert wurde, dass überhaupt erst für drei von den 499 Werken abschließende Provenienzberichte erstellt werden konnten, dass erst für 270 weitere Werke Vorberichte vorliegen und dass, wie einfach auszurechnen ist, für den weitaus größeren Teil der Werke (zählt man Salzburg hinzu) die Forschung noch gar nicht begonnen hat. 2015 bleibt so ein ambitioniertes Ziel. 
Vergessen wird auch, dass es keine Lösung für den Fall Gurlitt insgesamt geben kann, sondern allein Lösungen für jedes einzelne Werk seiner Sammlung. Und das die nun getroffene Vereinbarung mit dem Kunstmuseum Bern, eine Umgehensweise der Bundesregierung mit dem Thema NS-Raubkunst und „Entartete Kunst“ für eine einzelne Privatsammlung darstellt. Was aber, wenn eine weitere Sammlung auftaucht? Die Bundesrepublik Deutschland wird vor den gänzlich gleichen Problemen stehen. Den an der rechtlichen Situation und daran, dass die Washingtoner Erklärung nicht für Privatbesitz gilt, hat sich rein gar nichts verändert. 

8. Dezember 2014

Aktueller Stand der Arbeit der Taskforce Schwabinger Kunstfund ein Jahr nach deren Einsetzung

Die Antwort der Bundesregierung auf meine Kleine Anfrage "Aktueller Stand der Arbeit der Taskforce Schwabinger Kunstfund ein Jahr nach deren Einsetzung".

 

HIER die Antwort (als PDF)

30. Oktober 2014

Aktueller Stand des Projekts Deutsche Digitale Bibliothek

Bundesregierung bei der Digitalisierung von Kulturgütern nach wie vor ohne Plan!

Die Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage „Aktueller Stand des Projekts Deutsche Digitale Bibliothek“ zeigt einmal mehr: Trotz groß angekündigter Digitaler Agenda bleibt die Bundesregierung beim Thema Digitalisierung ohne Strategie.
Das zeigt sich exemplarisch im Umgang mit ihrem Prestige-Objekt Deutsche Digitale Bibliothek (DDB), dessen Vollversion Ende März dieses Jahres online ging. Bis zu 30.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen sollen hier ihre Daten einspeisen. Ein Bruchteil davon ist aktuell verfügbar. 
Die Finanzierung der DDB aber läuft 2015 aus. Jetzt gibt es ein Zwischen-Gutachten, in dem der zukünftige Finanzierungsbedarf mit gut 4 Millionen jährlich beziffert wird. Die Bundesregierung aber will das Ergebnis der Evaluation erst abwarten, bis dahin bleibt es bei der bisherigen Fördersumme von 2,6 Millionen jährlich, aufgeteilt zwischen Bund und Ländern. Damit kann allein die technische Infrastruktur am Laufen gehalten werden. Wie der Ausbau der DDB, ein Nutzerservice, eine fundierte Nutzungsanalyse oder die Langzeitarchivierung der Daten finanziert werden sollen, bleibt offen.

Von einer nationalen Digitalisierungsstrategie – auch so ein Schlagwort der Digitalen Agenda – ist in den Antworten der Bundesregierung nichts zu finden. Eine Menge allgemeine Ankündigungen, aber nur eine einzige konkrete Initiative: im Mai dieses Jahres wurde ein Runder Tisch zum Thema Digitalisierung des nationalen Filmerbes einberufen. Aber die Digitale Agenda umfasst ja auch den Zeitraum 2014 – 2017, da ist noch Zeit für ein paar weitere Gespräche mit den Ländern. Konkrete Initiativen zum Urheberrecht oder zu einer Digitalisierungsstrategie aber: Fehlanzeige. 

 

HIER die Antwort (als PDF)

22. Oktober 2014

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste / Gurlitt-Nachlass

 

Ich hatte Schriftliche Fragen zu folgenden Themen gestellt:

 

  • Wie ist der Planungsstand und der Finanzrahmen für das geplante Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg und liegt ein aktualisiertes Konzept vor
  • Gespräche zwischen Deutschland und der Schweiz zum Nachlass von Cornelius Gurlitt

 

HIER die Antworten (als PDF)

 

 

11. April 2014

Provenienzrecherche

Antworten auf meine Schriftlichen Fragen zu Versteigerungen von Kunstwerken jüdischer Eigentümer

 

HIER die Antworten (als PDF)

17. Januar 2014

Kulturentwicklungskonzeption / Medienbericht / Mediendatenbank / Kultur- und Kreativwirtschaft

Antworten auf meine Schriftlichen Fragen zu folgenden Themen:

 

  • Planungsstand einer Kulturentwicklungskonzeption
  • Erarbeitung eines Medienberichts
  • Mediendatenbank
  • Kultur- und Kreativwirtschaft

 

HIER die Antworten (als PDF)

19. Dezember 2013

Provenienz-Recherche und Restitutionsansprüche im Fall des sogenannten Schwabinger Kunstfundes

Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage "Provenienz-Recherche und Restitutionsansprüche im Fall des sogenannten Schwabinger Kunstfundes" 

 

HIER die Antwort (als PDF)