Kulturelle Bildung

 

 

20. Oktober 2016

Plenardebatte zur Weiterentwicklung und Fortführung des Programms "Kultur macht stark"

Im Frühjahr hatte ich gemeinsam mit Dr. Rosemarie Hein, der bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, und unter Einbeziehung der Programmpartner einen Antrag zum Bundesprogramm "Kultur macht stark" erarbeitet und darin unsere Vorschläge für eine Verstetigung und qualitative Weiterentwicklung des Bundesprogramms formuliert. Dieser Antrag war auch Gegenstand einer gemeinsamen Anhörung von Bildungs- und Kulturausschuss im Mai dieses Jahres. 

Nun hatte die Koalition kurzfristig einen eigenen Antrag zur Sofortabstimmung im Plenum gestellt. Auch wenn unser Antrag der weitergehende ist, gibt es doch im Grundsatz wie in einigen Aspekten Übereinstimmung, so dass wir den Antrag der Koalition mitgetragen haben. Hintergrund dafür ist vor allem das im Koalitionsantrag enthaltene Signal zur langfristigen Verstetigung des Bundesprogramms.

In der Debatte haben wir insbesondere darauf hingewiesen, dass die Notwendigkeit zur Vereinfachung des Verwaltungsaufwands nicht nur für die ehrenamtlich Aktiven, sondern gerade auch für die Vereine und Programmpartner besteht und wir die Bezugnahme zur außerunterrichtlichen Arbeit für zielführender halten als die erneut im Antrag der Koalition gewählte Beschränkung auf außerschulische Projekte.

Unklar ist uns, warum die Koaltition gerade jetzt diesen Antrag stellt. Wir hoffen, dass sich mindestens die darin enthaltenen Punkte auch in der neuen Förderrichtlinie finden werden. In deren Erarbeitungsprozess sind wir als Parlament leider nicht eingebunden. 

Zur Rede von MdB Dr. Rosemarie Hein ... 

Zu unserem Antrag ...

Zum Antrag der Koalition ... 

23. Mai 2016

Kulturelle Bildung verstetigen

Unter dieser Überschrift haben Rosemarie Hein, die bildungspolitische Sprecherin unserer Fraktion, und ich einen Beitrag auf www.linksfraktion.de veröffentlicht. Hintergrund ist unser Antrag „Bundesprogramm ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ weiterentwickeln und seine Fortführung jetzt vorbereiten“ und eine gemeinsame Anhörung des Bildungs- und des Kulturausschusses zu dieser Thematik. 

HIER unser Text

12. Mai 2016

Fachgespräch zur kulturellen Bildung / unser Antrag dazu

Gestern kamen unser Ausschuss für Kultur und Medien und der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, um sich in einem öffentlichen Fachgespräch mit der kulturellen Bildung und dem Bundesprogramm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" zu befassen. Gemeinsam mit der bildungspolitischen Sprecherin unserer Fraktion, Dr. Rosemarie Hein, befragte ich die geladenen Sachverständigen.

 

HIER findet man die Einladung mit der Liste der Sachverständigen sowie ihre vorab eingereichten Stellungnahmen.

Das Fachgespräch kann man sich auch in der Mediathek des Bundestages anschauen. 

HIER gibt es eine Zusammenfassung des Fachgesprächs.

 

Genau zu diesem Thema hatten wir erst kürzlich den Antrag "Bundesprogramm 'Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung' weiterentwickeln und seine Fortführung jetzt vorbereiten" eingebracht.

HIER die Begründung zu dieser parlamentarischen Initiative. 

2. Mai 2016

Unser Antrag: Bundesprogramm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" weiterentwickeln und seine Fortführung jetzt vorbereiten

 

Begründung der parlamentarischen Initiative

 

Im Jahr 2012 wurde von Seiten der Bundesregierung übereilt und ohne Abstimmung mit den Ländern und Kommunen das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ etabliert, das mit einer für die Kultur unfassbar großen Summe von 230 Mio. für die Jahre 2012 bis 2017 Projekte kultureller Bildung fördern wollte.

DIE LINKE hat die Einführung damals kritisch begleitet, aus mehreren Gründen: statt zunächst eine Strategie für die Kulturelle Bildung zu entwickeln, bewies man mit dem Programm Aktionismus und engte die Kulturelle Bildung mit dem Auftrag ein, Bildungsbenachteiligung zu beheben. Die seit vielen Jahren in diesem Feld Engagierten mussten nun sich „neue“ Projekte überlegen, um von den Mitteln des Programms partizipieren zu können, und diese mit einem großen bürokratischen Aufwand beantragen  – statt Unterstützung für ihre bisherige und reguläre Arbeit zu bekommen oder auch nur Personalmittel für die Verwaltung verwenden zu können. Einmal mehr wurde mit dem Programm auf das Ehrenamt gesetzt – auch, um Mängel in der Infrastruktur kaschieren und kompensieren zu wollen. Zudem stand zu Beginn zu befürchten, dass die Kinder und Jugendlichen durch das Programm und seinen exklusiven Charakter für Bildungs-benachteiligte erst recht stigmatisiert würden. Außerdem duften die Projekte wegen des Kooperationsverbots gerade dort nicht stattfinden, wo die Kinder und Jugendliche ohnehin den Großteil des Tages verbringen und wo sie mit Kindern und Jugendlichen anderer sozialer, ethnischer oder kultureller Herkunft aufeinandertreffen: in den Schulen.

Nach drei Jahren Programmlaufzeit kann man jedoch feststellen, dass sich „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ zu einem guten Programm entwickelt hat, was vor allem dem Engagement und der Erfahrung der Programmpartner, also der Verbände und Initiativen der kulturellen Bildung zu verdanken ist. 

 

WEITERLESEN

 

HIER der Antrag

27. November 2015

Kulturhaushalt 2016 - Unser Änderungsantrag zum EP 04 - Kulturelle Vermittlung

Kulturelle Bildung fördert die Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Einzelnen, seine Kreativität, seinen Zugang zur Welt und deren Aneignung, schafft Erfolgserlebnisse auch und gerade in Gemeinschaft, vermittelt die Erfahrung des Mitgestaltenkönnens und belebt die Auseinandersetzung mit dem eigenen kulturellen Hintergrund und mit kultureller Vielfalt. Sie befähigt dazu, die gesellschaftlichen Entwicklungen zu reflektieren und selbstbestimmt mitzugestalten.
Die interkulturelle Bildung gewinnt zunehmend an Bedeutung, kann sie doch Kenntnisse und den Austausch über die Vielfalt der Kulturen vermitteln, im Umgang mit verschiedenen Migrationserfahrungen, Religionen, hybriden Identitäten und unterschiedlichen Lebensentwürfen schulen und die Erkenntnis befördern helfen, dass Vielfalt gesellschaftliche Normalität ist. Zur Stärkung der kulturellen Bildung im Allgemeinen und der interkulturellen Bildung im Besonderen, insbesondere für partizipative Projekte mit Flüchtlingen, beantragen wir eine Verdopplung der Mittel für die Kulturelle Vermittlung.

HIER der Antrag

18. Januar 2016

LINKE will Kooperationsverbot kippen

Das Kooperationsverbot, das eine Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern verbietet, wirkt immer stärker als Bremse bei der Entwicklung des Bildungssystems. Gerade auch bei der Querschnittsaufgabe Kulturelle Bildung behindert dieses Verbot die praktische Arbeit. Bund, Länder und Kommunen müssen hier ihrer gemeinsamen Verantwortung gerecht werden.

Letzte Woche Donnerstag befasste sich der Bundestag mit unserem Antrag, das Verbot aufzuheben.

HIER die Rede meiner Fraktionskollegin, Dr. Rosemarie Hein, der bildungspolitischen Sprecherin unserer Fraktion. 

24. September 2015

Programm "Kultur macht stark" muss fortgesetzt werden

Die Programmpartner des Bundesprogramms „Kultur macht stark“ hatten gestern zu einem parlamentarischen Abend in die Kinemathek in Berlin eingeladen, um nach zweieinhalb Jahren Halbzeitbilanz des Programms zu ziehen und die Notwendigkeit einer Weiterführung zu thematisieren.

Meine Fraktion hat dem Programm bei seiner übereilten Einführung im Jahr 2013 sehr skeptisch gegenüber gestanden, vor allem weil die Gefahr bestand, dass sich Kinder durch die Beschränkung auf bildungsbenachteiligte Zielgruppen stigmatisiert fühlen könnten, dass die Förderung von Projekten zu Lasten der Förderung der Infrastruktur gehen könnte, der Aufwand beim Beantragen und Abrechnen eines Bundesprogramms die vielen ehrenamtlichen Akteure überfordern könnte und dass die außerschulische Anbindung die eigentliche Absicht, alle Kinder zu erreichen, konterkarieren würde. Mittlerweile muss man festhalten, dass das Programm trotz aller Anlaufschwierigkeiten und Widrigkeiten ein Erfolg geworden ist. Dass das so ist, hat viel mit den Programmpartnern, 33 großen und kleinen Verbänden und Initiativen im Bereich kultureller Bildung, zu tun. Sie haben maßgeblich zum Gelingen des Programms „Kultur macht stark“ beigetragen – durch ihre Expertise und durch ihre enge Anbindung an die Akteure vor Ort.

Nun gilt es, die Weiterführung oder gar Verstetigung des Programms über 2017 hinaus vorzubereiten, die Ergebnisse der Evaluation und die vor allem bei den Programmpartnern entstandene Erfahrung und Professionalisierung für die qualifizierte Weiterentwicklung zu nutzen. Es gilt über konkrete Verbesserungs- und Vereinfachungsansätze nachzudenken. Der gestrige Abend bot dazu eine Reihe von Anknüpfungspunkten. 

 

28. August 2015

Herzensangelegenheit: Kulturelle Bildung

Beitrag für die Zeitung des Deutschen Kulturrats "politik & kultur"

In der gerade erschienenen Ausgabe von "Politik & Kultur", der Zeitung des Deutschen Kulturrates, ist ein Text von mir zum Thema Kulturelle Bildung erschienen. In der Reihe "Herzensangelegenheiten" stellen Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker ihnen wichtige Themen vor. 

Kulturelle Bildung fördert die Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Einzelnen, seine Kreativität, seinen Zugang zur Welt und deren Aneignung, schafft Erfolgserlebnisse auch und gerade in Gemeinschaft, vermittelt die Erfahrung des Mitgestaltenkönnens und belebt die Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt und dem eigenen kulturellen Hintergrund.

Das sind einige Gründe, weshalb mir das Thema so am Herzen liegt. 

HIER der komplette Beitrag.

12. Juni 2015

Kulturelle Bildung im ländlichen Raum sichern

Fachgespräch unserer Fraktion im Bundestag

Die schwierige Finanzlage der Kommunen gefährdet die kulturelle Infrastruktur, da Kultur unter die sog. freiwilligen Leistungen fällt und dort der Rotstift als erstes angesetzt wird. Die Folge: kulturelle Einrichtungen müssen schließen. Besonders Regionen im ländlichen Raum sind davon betroffen. Angebote kultureller Bildung sind dort kaum noch vorhanden. Der Ganztagsschulausbau stellt in diesem Kontext eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Bundesregierung profiliert sich derzeit mit ihrem Programm „Kultur macht stark“, doch weder Probleme der Nachhaltigkeit noch die Herausforderungen des Ganztagsschulbetriebs werden damit gelöst.

Über diesen Themenkomplex haben Rosemarie Hein, die bildungspolitische Sprecherin unserer Fraktion, und ich mit Kulturschaffenden, die sich im Bereich kultureller Bildung engagieren, mit VertreterInnen aus Kommunen, der Kinder- und Jugendbildung und Kultur- und BildungspolitikerInnen diskutiert uns versucht, Lösungsansätze zu erarbeiten.

Die erste Diskussionsrunde Welche Potenziale und Chancen bietet kulturelle Bildung und welche Probleme liegen im ländlichen Raum im Weg?
mit:

  • Thomas Falk, Geschäftsführer des Landesverbandes der Musik- und Kunstschulen Brandenburg, Ausrichter des Programms „Klasse: Musik!“
  • Kathrin Hartmann, Referatsleiterin Programme und Projekte (u.a. „Lesen macht stark“), Deutscher Bibliotheksverband, dbv
  • Kerstin Hübner, stellv. Geschäftsführerin Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, BKJ, Leiterin des Programms „Künste öffnen Welten“
  • Sascha Rex, Projektleiter Jugendbildung Deutscher Volkshochschul-Verband, vhs

Die zweite Diskussionsrunde Wie kann man das kulturelle Angebot in der Breite sichern – besonders angesichts der Entwicklung im Ganztagsschulbereich?
mit:

  • Martina Degenhart, Leiterin der Jugendkunstschule Nordhausen e.V.
  • Anna Erichson, Servicestelle Kultur macht stark Niedersachsen
  • Olaf Gründel, Schulleiter Gymnasium, Leonardo da Vinci Campus in Nauen
  • Stefan Neubacher, Leiter des Kulturamts der Stadt Eberswalde
  • Carmen Winter, Dozentin für kreatives Schreiben an der Viadrina, Verein schreibende Schüler e.V., Lese- und Schreibwerkstätten Brandenburg

+++ Eine Dokumentation der Diskussion ist in Arbeit. +++

2. April 2015

Zwischenbilanz des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“

Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage "Zwischenbilanz des Bundesprogramms 'Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung'"

 

HIER die Antwort (als PDF)