Verschiedene Veranstaltungen

Hier ist dokumentiert, bei welchen kulturpolitischen Veranstaltungen ich zu Gast war, bzw. zu welchen Podiumsdiskussionen oder Fachgesprächen ich selber eingeladen habe.

21. Juni 2017

Podiumsdiskussion in Witten zum Thema NS-Raubkunst, Restitution und einen ganz konkreten Fall

Mit Markus Stötzel, Rechtsanwalt und Vertreter der Flechtheim-Erben, und Ulla Weiß, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE Witten

Heute war ich auf Einladung der Ratsfraktion DIE LINKE im Kulturforum Witten, um an einer Podiumsdiskussion "Raubkunst im Märkischen Museum in Witten? Wem gehört das Bild 'Zirkusreiter' von Max Pechstein?" teilzunehmen und dort zuvor zum Thema Provenienzforschung und Umgang mit Restitutionen von NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kunstwerken und Kulturgütern aus Sicht der Bundesebene zu sprechen.

Dieser Einladung bin ich gern gefolgt, war doch der sogenannte „Schwabinger Kunstfund“ bei Cornelius Gurlitt im Herbst 2013 gleich mein erstes Thema als kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion. In Verbindung mit der Arbeit der teuren, aber wenig erfolgreichen Taskforce, der Stärkung der Provenienzforschung in öffentlichen Museen, Archiven und Bibliotheken, der Etablierung des Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg, der Reform der sogenannten Limbach-Kommission und der Einforderung gesetzlicher Lösungen zum Umgang mit NS-Raubkunst in Privatbesitz ist dies ein Themenbereich, den ich die gesamte Zeit über konstant mit Anfragen, Fachgesprächen, Expertenanhörungen und Debatten im Ausschuss wie im Plenum weiterverfolgt habe.

Ich bin überzeugt, dass es sich dabei um eine moralische Aufgabe handelt; die öffentlichen Einrichtungen sich noch stärker an den Washingtoner Prinzipien orientieren müssen, in denen sich Deutschland auf den Grundsatz „Im Zweifel für die Opfer“ festgelegt hat, und wir die Opfer des NS-Kunstraubs und ihren Erben nicht als Bittsteller behandeln sollten, sondern als Menschen, denen man Gerechtigkeit widerfahren lassen muss für etwas, das man leider ohnehin nie wirklich „wiedergutmachen“ kann. Das gilt umso mehr, da die Zeit gegen die Opfer des Kunstraubs und ihre Erben spielt.

Bei der Veranstaltung in Witten ging es konkret um das Bild „Zirkusreiter“ des Expressionisten Max Pechstein, welches heute im Märkischen Museum in Witten ausgestellt ist. Auf der Rückseite des Bildes befinden sich Aufkleber, die auf die Galerie von Alfred Flechtheim verweisen. Erben des bekannten Galeristen, der 1933 aus Deutschland fliehen musste, haben mit Hilfe ihres Anwalts ein Rückgabeersuchen an das Museum gestellt. 

 

Hier mein Redebeitrag      und die      Einladung zur Veranstaltung

 

16. Mai 2017

Podiumsdiskussion zur Soziokultur und deren Zentren

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. hatte für heute in den Pfefferberg in Berlin eingeladen, um ihren neuen statistischen Bericht vorzustellen. Nachdem ein Team vom Drum Klub die Veranstaltung sehr schwungvoll eröffnet hat, diskutierten wir über die Rolle soziokultureller Zentren/Initiativen, was schon gut ist, was besser werden muss... Mit mir auf dem Podium saßen: Burkhard Blienert (SPD), Yvonne Magwas (CDU/CSU), Ellen Ahbe (Geschäftsführerin der Bundesvereinigung) und Siegfried Dittler (Geschäftsführer Waschhaus Potsdam) (v.l.) - Moderation: Adrienne Braun (2.v.l.). 

Was positiv festgehalten werden muss: die institutionelle Förderung der soziokulturellen Zentren hat sich gegenüber der Projektförderung deutlich erhöht - das muss jedoch noch weiter verstärkt werden. Nur, weil man es gewohnt ist, mit wenig Geld auszukommen, und kreativ genug ist, aus wenig viel zu machen, heißt das nicht, dass man nicht das fordern sollte, was einem zusteht – und eine bessere Finanzierung der Soziokulturellen Zentren wäre die beste Form der Anerkennung dieser gesellschaftlich so wichtigen Arbeit.

Erst recht in einer Zeit, in der Interkulturelle Arbeit, Demokratieförderung, also Teilhabe und Partizipation, immer wichtiger werden. Deutschland ist schon lange ein Einwanderungsland, nicht erst seit dem Sommer 2015 - es ist eine Daueraufgabe. 

Wir LINKE streiten schon lange für eine stärkere institutionelle Finanzierung von Kultureinrichtungen, auf die dann Projektförderung aufsatteln kann. Dazu gehört auch eine angemessene Finanzierung von sozialpädagogischen, von kulturpädagogischen Fachkräften. In erster Linie ist das Aufgabe der Kommunen, aber unserer Ansicht nach eben nicht nur. Kultur ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die im gesamtstaatlichen Interesse liegt – und daher auch gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen gefördert gehört. Gerade für den Bereich der Kulturellen Bildung wäre schon viel gewonnen, wenn wir endlich das Kooperationsverbot überwinden würden. 

 

HIER der Bericht zur Veranstaltung "Gern noch ein bisschen selbstbewusster" von Edda Rydzy, erschienen in der Ausgabe 2-2017 der Zeitschrift SOZIOkultur

10. März 2017

Mindesthonorare für Solo-Selbstständige?

Fachgespräch zu Ansätzen gegen Prekarisierung

 

Die Fraktion DIE LINKE im Bundestag hatte heute zu einem großen öffentlichen Fachgespräch eingeladen, das unter der Fragestellung "Digitale Tagelöhner?" die Diskussion um (branchenspezifische) Mindesthonorare für Solo-Selbstständige aus unterschiedlichen Perspektiven und mit Vertreterinnen und Vertretern ganz unterschiedlicher Bereiche und Branchen fortführte. 

Im Zuge des digitalen Wandels verändert sich gerade das, was wir unter Arbeit verstehen. Neben der noch immer großen Gruppe Erwerbstätiger arbeiten immer mehr Menschen in geringfügigen oder befristeten Beschäftigungsverhältnissen, es gibt eine wachsende Anzahl von Selbstständigen und immer mehr Menschen, die abwechselnd abhängig beschäftigt sind oder selbstständig arbeiten. Teils aus freier Entscheidung und teils, da immer mehr betriebliche Aufgaben in Form von kleinen Aufträgen ausgelagert werden. 

Häufig gelten hier in der Kreativbranche entwickelte Arbeitsformen – wie Outsourcing, Projektarbeit, selbstständiges Arbeiten mit Honorar- oder Werkverträgen – als "Vorbild" und werden auf andere Branchen übertragen. Ein Beispiel dafür sind die Lehrbeauftragten im Weiterbildungs- oder im Musikschulbereich. Aber auch Leih- und Zeitarbeit ist zu einer branchenübergreifenden Normalität geworden. Die Pflegeberufe sind damit z.B. zunehmend konfrontiert.

Ohne Zweifel ist es für Viele positiv und auch vom Selbstverständnis her wichtig, ihre Arbeit eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu gestalten. Das soll und das darf auch nicht kleingeredet werden! 

Dennoch müssen wir aber auch die Missstände ansprechen, die dieses Arbeitsmodell gegenwärtig mit sich bringt: die Individualisierung des Scheiterns, die häufige Selbstausbeutung, ungeregelte Arbeitszeiten bzw. die Ausweitung der Arbeitszeiten, also das Credo der permanenten Erreichbarkeit. Und trotzdem aber: prekärer Verdienst, mangelhafte soziale Absicherung, Vereinzelung des Arbeitenden und die damit einhergehende oft fehlende Selbstorganisation in Verbänden oder Gewerkschaften, Lohndumping und die häufig schlechte Verhandlungsposition Selbstständiger bei Vertragsverhandlungen. 

Hier, so finde ich, müssen wir auch auf politischer Ebene ansetzen. Neben einem starken Urhebervertragsrecht, erleichterten Zugängen zum sozialen Sicherungssystem, der Verteidigung und Weiterentwicklung der Künstlersozialkasse könnten (branchenspezifische) Mindesthonorare vielleicht ein Ansatz sein, der - definiert als absolute Untergrenze - sittenwidrige Honorarzahlungen und prekäre Arbeitsverhältnisse verhindern hilft. 

Daher wollten wir, von Seiten der Abgeordneten waren neben mir Petra Sitte, Sabine Zimmermann und Katja Kipping vertreten, im Fachgespräch die Erfahrungen aus der Praxis von Solo-Selbstständigen sammeln; ausloten, wie Interessen kollektiv organisiert werden könnten, und schließlich die Notwendigkeit der Einführung von (branchenpezifischen) Mindesthonoraren für Solo-Selbstständige offen diskutieren. 

Eine Zusammenfassung des Veranstaltung gibt es auf der Fraktionsseite. 

Hier mein Impulsvortrag zum Fachgespräch als PDF.  

HIER der komplette Beitrag zur Ankündigung als PDF.

Und das Programm des Fachgesprächs. Das dritte Panel wurde moderiert von der Publizisitin Anke Domscheit-Berg.

7. März 2017

Podiumsdiskussion zur Ausstellungsvergütung

Die „Initiative Ausstellungsvergütung“ hatte für heute Abend zu einer Diskussionsrunde eingeladen, bei der auch die politischen Erfolgsaussichten für eine längst überfällige Ausstellungsvergütung ausgelotet werden sollten.

Hintergrund ist, dass seit drei Jahrzehnten die Forderung bildender Künstler*innen im Raum steht, für das Zurverfügungstellen ihrer Kunstwerke bei Ausstellungen eine Vergütung zu erhalten. Im Bundestag fand die letzte Debatte dazu vor fünf Jahren statt, auch aufgrund eines Antrags von uns LINKEN. Daher begrüße ich es sehr, dass die Initiative nun neuen Schwung und endlich wieder etwas Bewegung in die Sache bringt. Getragen wird sie von BBK, GEDOK, Deutschem Künstlerbund, der ver.di-Fachgruppe Bildende Kunst und der VG Bild-Kunst.

Wir setzen uns nach wie vor für eine gesetzliche Regelung zur Ausstellungsvergütung im Urheberrecht ein. Dies ist für uns auch Ausdruck für die Wertschätzung der künstlerischen Leistungen Bildender Künstler*innen – und auf keinen Fall ein Almosen, auch wenn es dazu beitragen kann, die Einkommenssituation zu verbessern, was wiederum für die Mitgliedschaft in der KSK und damit für die soziale Absicherung von Vorteil wäre. Die Ausstellungsvergütung sollten all die Einrichtungen leisten, die Kunstwerke zum Zweck der Diskussion und Vermittlung zeigen, nicht zum Verkauf. Also die Ausnahme für den Kunsthandel sehen auch wir als notwendig an. Hinzu kommt, dass eine Ausstellungsvergütung natürlich einhergehen muss mit einer besseren finanziellen Ausstattung der Einrichtungen, die letztlich auch höhere Ankaufetats mit sich bringt.

Flankiert werden muss die Ausstellungsvergütung durch ein Ausstellungshonorar, das den Aufwand entschädigt, der Künstler*innen bei der Konzipierung, beim Transport, dem Auf- und Abbau oder auch bei der Vermittlungsarbeit entsteht. Dazu gibt es bereits verschiedene Leit- oder Richtlinien, von Künstlerverbänden in den Ländern, aber auch seit 2014 vom Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler. Auch auf Betreiben der LINKEN hin hat das Land Berlin – noch unter der großen Koalition – ein Ausstellungshonorar für kommunale Galerien verbindlich vorgeschrieben und dafür einen Ausstellungsfonds aufgelegt.

Auch wenn Urheberrechtsfragen selten einfach zu klären sind, darf das aber kein Grund sein, sich weiter einer Lösung zu verschließen. Bis dahin sollte insbesondere der Bund mit gutem Beispiel vorangehen und eine Ausstellungsvergütung als Teil der Förderkriterien festschreiben und sie auch als festen Teil der Projektkalkulation anerkennen. 

 

15. Dezember 2016

Diskussion zu "Luthers ungeliebten Brüdern" und alternativen Reformationskonzepten in Thüringen

Für den heutigen Abend hatten meine Fraktion und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen nach Mühlhausen eingeladen, um zu Beginn des Reformationsjubiläums – welches jedoch eher als Lutherjubiläum wahrgenommen wird – den Blick auf andere Reformatoren in Thüringen zu lenken. Im übervollen 3K-Theater gab der Direktor der Mühlhäuser Museen, Thomas T. Müller, der übrigens vor wenigen Wochen seine gleichnamige Ausstellung im Bauernkriegsmuseum eröffnete, einen Einstieg in die Thematik.

In seinem Vortrag zog er keinesfalls in Zweifel, „dass Martin Luther Großes geleistet und enormen persönlichen Mut bewiesen hat. Gleichwohl ist die Reformation niemals das Werk eines Einzelnen gewesen. Doch während Luthers engsten theologischen Mitstreitern, wie Philipp Melanchthon, Johann Agricola oder Georg Spalatin in der 2008 ausgerufenen „Lutherdekade“ noch ein Platz im Halbschatten des Reformators zugestanden wird, erhalten jene Theologen, die von der reinen lutherischen Lehre abweichende oder gar eigene reformatorische Ideen verfolgten, in der Regel noch nicht einmal einen Platz auf der Ersatzbank des Jubiläumsteams.

Und so berichtete Müller von Männern wie Andreas Bodenstein (Karlstadt), Jakob Strauß, Thomas Müntzer, Heinrich Pfeiffer oder Matthäus Hisolidus, die in der Frühphase der Reformation mit eigenen Reformationsideen an die Öffentlichkeit traten und der jungen Bewegung viele neue Impulse gaben. Luther und sein Umfeld seien jedoch massiv gegen diese „Schwärmer“ vorgegangen und Thomas Müntzer gälte sogar als erstes Opfer konzertierter Propaganda gegen einen Abweichler von der reinen Lehre im streng lutherischen Sinne.

Anschließend diskutierten Gregor Gysi und Propst Diethard Kamm, Regionalbischof Gera-Weimar und Stellvertreter der Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, über das Thema – moderiert von der Journalistin Stefanie Gerressen. Mein Fraktionskollege machte gleich zu Beginn deutlich, dass Luther Tolles geleistet hätte und er es nachvollziehen könne, dass die Reformation so mit ihm verbunden wird – jede große Bewegung wäre schließlich an eine zentrale Person geknüpft was immer ein bisschen ungerecht wäre. Es sei nur falsch, wenn die anderen keine Erwähnung fänden. Mit Thomas Müntzer hätte Gysi viel Sympathie, weil er zu den Schwächsten ging und etwas verändern wollte. „Ob das nun aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen geschah, ist mir eigentlich egal.“, so Gysi. Propst Kamm ging auf die Marke Luther und den damit verbundenen Marketingeffekt ein und sprach zugleich die Schwierigkeit an, die damit verbunden sei, wenn jemand auf einen Sockel gehoben würde. Das hätte Müntzer in der DDR auch geschadet. Dieser spiele aber natürlich auch in seiner Kirche eine Rolle – Fragen, wie man mit Obrigkeiten umgehen oder ein gottgefälliges Leben führen kann würden bleiben.

Einigkeit herrschte auf dem Podium darüber, dass man diese Reformatoren nicht außerhalb ihrer Zeit betrachten – aber selbstverständlich Lehren aus ihrem Wirken ziehen kann. Und auch heute bräuchte es in dieser Welt wieder Reformatorinnen und Reformatoren, machte der Propst am Ende deutlich und endete mit dem Appell „Fürchtet euch nicht“. Großen Applaus erntete Gregor Gysi für seinen Satz: „Jesus Christus wäre heute Mitglied der Linken“ – ein gutes Schlusswort einer spannenden Diskussion.

 

Bericht in der "Thüringer Allgemeine"

Einladungskarte

5. Juli 2016

Podiumsgespräch bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Foto: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Stiftung nahm den Abschlussbericht der Expertenkommission zur Zukunft der Stasi-Unterlagen-Behörde, der dem Bundestag im April übergeben wurde, zum Anlass, um gestern zu der Veranstaltung "Vergangenheit mit Zukunft? Die Aufarbeitung der SED-Diktatur - Bilanz und Perspektiven" einzuladen. Um die politischen Perspektiven dabei ging es dann in der Runde, in der ich mit den Kollegen der anderen Fraktionen diskutierte: Wolfgang Thierse (SPD), Hartmut Koschyk (CSU), Rainer Eppelmann (Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung) und Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen). Moderiert hat Ulrich Mählert von der Stiftung. (v.l.) 

Zunächst kritisierte ich noch einmal den Umgang der Koalition mit den Handlungsempfehlungen der Expertenkommission, die ich und meine Fraktion ausdrücklich begrüßt haben. Denn in dieser Legislatur passiert überhaupt nichts mehr - alles bleibt wie es ist. Damit missachtet man die Kommission und ihre Arbeit. Die Empfehlungen sahen keinen Schlussstrich vor, waren auf die Zukunft ausgerichtet und hätten eigentlich umgesetzt werden sollen. Man kann nur hoffen, dass der nächste Bundestag auf sie zurückkommen wird.

Ein zentraler Punkt in der weiteren Diskussion war, wie man bei jungen Menschen ein Bewusstsein für unsere Vergangenheit und den hohen Wert einer Demokratie erzeugen kann. Dass es eben nicht selbstverständlich ist, wie wir heute leben. Und dabei müssen wir auch für heutige Gefahren in unserer Gesellschaft sensibilisieren. Das ist und bleibt unsere Aufgabe - da herrschte fraktionsübergreifende Einigkeit. 

18. Mai 2016

Tagung in der Berliner Kulturbrauerei: "Mehr als willkommen! Kulturarbeit mit, für und von Geflüchtete(n)"

Ulle Schauws (Bündnis 90/Die Grünen), Moderatorin Edda Rydzy und Hiltrud Lotze (SPD) v.l. *** Foto: Mona Wetzel

Unter diesem Titel veranstaltete die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren vergangenen Freitag und Samstag eine Tagung in Berlin. Gleich nach dem Auftakt diskutierte ich mit Kolleginnen der anderen Bundestagsfraktionen auf einem Podium über unsere Positionen zu diesem Thema.

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Soziokulturelle Zentren sind wunderbar für die Arbeit mit Geflüchteten geeignet, insbesondere auch mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen – und das aus mehreren Gründen:

Die ca. 500 Einrichtungen sind bundesweit sehr unterschiedlich aufgestellt, aber eines ist ihnen allen gemeinsam: sie sind erprobt im Reagieren auf neue Aufgaben, sie sind offen in der Ansprache neuer Zielgruppen und geübt im Neugierigmachen auf Neues, Unbekanntes. Und: ein großer Teil von ihnen ist über viele Jahre schon erfahren in der Arbeit mit Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft oder in unterschiedlicher sozialer Situation. Gerade dieser sozialräumliche Ansatz ist mir enorm wichtig, schafft er es doch, nicht ausgrenzend zu wirken!

Die Frage ist eigentlich eine Doppelte: was kann Kultur für die Arbeit mit Geflüchteten leisten, und was speziell könnte der besondere Beitrag der Soziokulturellen Zentren dafür sein? 

 

WEITERLESEN

 

HIER das Programm und

HIER eine Zusammenfassung der Tagung von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.

15. Februar 2016

Fachgespräch unserer Fraktion zum Urhebervertragsrecht

Aktuell wird das Urhebervertragsrecht kontrovers diskutiert. Anstoß gibt der Referentenentwurf zur Reform des Urhebervertragsrechtes, mit dem die Bundesregierung ein Versprechen ihres Koalitionsvertrages einlösen will. Nachdem 2002 nach massiven Protesten der Verwerter der ursprüngliche Entwurf auf die sogenannte »kleine Lösung« geschrumpft wurde, wird nun ein neuer Anlauf genommen, die Situationder Urheber zu stärken. Denn das bisher geltende Urhebervertragsrecht greift nach wie vor in vielen Punkten nicht, wie zum Beispiel bei Total-Buy-Out-Verträgen, Rückruf von Rechten, Verschleppung von Vergütungsverhandlungen. Von »Vertragsparität « zwischen Urheber*innen und Verwerter*innen kann bis heute nicht die Rede sein.

Die Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag hatte 2012 einen weitreichenden Gesetzentwurf zum Urhebervertragsrecht vorgelegt (Drs.Nr.: 17/11040), dessen Vorschläge der aktuelle Referentenentwurf in Teilen aufgreift. Allerdings bleiben unter anderem der gesetzliche Anspruch auf angemessene Vergütung, der Umgang mit Total-Buy-Out-Verträgen oder das Verbandsklage- oder Kündigungsrecht weit hinter unserem Gesetzesvorschlag zurück.

Halina Wawzyniak, die rechtspolitische Sprecherin unserer Fraktion, und ich hatten nun zu einem Fachgespräch eingeladen, um mit Vertreter*innen von Urheberverbänden und Jurist*innen Vor- und Nachteile des vorliegenden Gesetzentwurfes im Vergleich zu den von uns erarbeiteten Forderungen zu diskutieren und aktuelle Lösungsansätze zu erarbeiten.

Videostatement zum Fachgespräch

Einladung zum Fachgespräch

14. Dezember 2015

Vergangenen Samstag auf dem Symposion zum Umgang mit Künstlernachlässen "Anlass: Nachlass"

Klaus Staeck (Ehrenpräsident der Akademie der Künste), Siegmund Ehrmann (Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien im Bundestag), Thomas Früh (Abteilungsleiter Kunst im Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst), Werner Schaub (Vorsitzender des BBK) und Moderator Jürgen König vom Deutschlandradio (v.l.)

Der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) hatte am Samstag zu einem großen Symposion in die Akademie der Künste geladen, das sich dem Umgang mit Künstlernachlässen widmete. Wie dringend dieses Thema ist, lässt sich auch daran ablesen, dass etwa 500 Menschen der Einladung gefolgt waren.

Ich beteiligte mich an der abschließenden Podiumsdiskussion „Anforderungen an die Kulturpolitik“. Abgesehen vom Archiv für Künstlernachlässe in der Abtei Brauweiler der Stiftung Kunstfonds hat sich die Bundesebene bisher noch nicht eigens dieses Themas angenommen. Zwar sind rein formal die Länder zuständig. Und auch die Initiativen, die in den Ländern bereits von unten entstanden sind, zeigen in ihrer Unterschiedlichkeit, dass die Bedürfnisse regional offenbar sehr unterschiedlich sind. Dennoch: der Bund ist auch gefordert, eben weil es um einen Teil unseres kulturellen Erbes geht – und das dürfen wir nicht nur der Regulierung durch den Kunstmarkt überlassen. Wir können und sollten zunächst einmal für das Thema sensibilisieren, die bereits bestehenden (meist ehrenamtlichen) Initiativen beim Vernetzen unterstützen, die Kommunen durch eine andere Kulturfinanzierung stärken und so auch den öffentlichen Museen und Sammlungen wieder mehr Spielraum eröffnen, sich Nachlässen widmen zu können. Am Samstag ist einmal mehr deutlich geworden, wie groß die technischen und rechtlichen Herausforderungen insbesondere bei der Digitalisierung von Kulturgut sind, dass der Bund hier sehr wohl gefordert ist. Eine nationale Digitalisierungsstrategie, die sich nicht nur der Sicherung des schriftlichen oder filmischen Erbes, sondern auch des künstlerischen Erbes annimmt, könnte dabei hilfreich sein.

Am Samstag ist auch ein Kompendium erschienen, in dem der BBK nicht nur die Ergebnisse einer Umfrage unter den einzelnen Künstlernachlass-Initiativen ausgewertet, sondern vor allem auch eine Beratungshilfe für Erben bzw. Nachlasshalter zusammengestellt hat.

 

http://www.athena-verlag.de/controller.php?cmd=detail&titelnummer=616

Mehr Informationen zur Veranstaltung unter www.bbk-bundesverband.de

EINLADUNG zur Veranstaltung

12. Juni 2015

Kulturelle Bildung im ländlichen Raum sichern

Fachgespräch unserer Fraktion im Bundestag

Die schwierige Finanzlage der Kommunen gefährdet die kulturelle Infrastruktur, da Kultur unter die sog. freiwilligen Leistungen fällt und dort der Rotstift als erstes angesetzt wird. Die Folge: kulturelle Einrichtungen müssen schließen. Besonders Regionen im ländlichen Raum sind davon betroffen. Angebote kultureller Bildung sind dort kaum noch vorhanden. Der Ganztagsschulausbau stellt in diesem Kontext eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Bundesregierung profiliert sich derzeit mit ihrem Programm „Kultur macht stark“, doch weder Probleme der Nachhaltigkeit noch die Herausforderungen des Ganztagsschulbetriebs werden damit gelöst.

Über diesen Themenkomplex haben Rosemarie Hein, die bildungspolitische Sprecherin unserer Fraktion, und ich mit Kulturschaffenden, die sich im Bereich kultureller Bildung engagieren, mit VertreterInnen aus Kommunen, der Kinder- und Jugendbildung und Kultur- und BildungspolitikerInnen diskutiert uns versucht, Lösungsansätze zu erarbeiten.

Die erste Diskussionsrunde Welche Potenziale und Chancen bietet kulturelle Bildung und welche Probleme liegen im ländlichen Raum im Weg?
mit:

  • Thomas Falk, Geschäftsführer des Landesverbandes der Musik- und Kunstschulen Brandenburg, Ausrichter des Programms „Klasse: Musik!“
  • Kathrin Hartmann, Referatsleiterin Programme und Projekte (u.a. „Lesen macht stark“), Deutscher Bibliotheksverband, dbv
  • Kerstin Hübner, stellv. Geschäftsführerin Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, BKJ, Leiterin des Programms „Künste öffnen Welten“
  • Sascha Rex, Projektleiter Jugendbildung Deutscher Volkshochschul-Verband, vhs

Die zweite Diskussionsrunde Wie kann man das kulturelle Angebot in der Breite sichern – besonders angesichts der Entwicklung im Ganztagsschulbereich?
mit:

  • Martina Degenhart, Leiterin der Jugendkunstschule Nordhausen e.V.
  • Anna Erichson, Servicestelle Kultur macht stark Niedersachsen
  • Olaf Gründel, Schulleiter Gymnasium, Leonardo da Vinci Campus in Nauen
  • Stefan Neubacher, Leiter des Kulturamts der Stadt Eberswalde
  • Carmen Winter, Dozentin für kreatives Schreiben an der Viadrina, Verein schreibende Schüler e.V., Lese- und Schreibwerkstätten Brandenburg

+++ Eine Dokumentation der Diskussion ist in Arbeit. +++

5. Juni 2015

Kulturkonferenz im Theater Senftenberg

Gestern war ich bei der Kulturkonferenz "Provinz versus Provinzialität. Weltgeschichte und Geschichten aus der Provinz" an der NEUEN BÜHNE Senftenberg, im Süden Brandenburgs. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hatte dazu eingeladen und wollte damit neue Perspektiven auf das Gedenkjahr 2015 eröffnen. Ausgangspunkt war die Inszenierung von Heiner Müllers "Germania 3. Gespenster am toten Mann" von Manuel Soubeyrand, dem neuen Intendanten des Senftenberger Theaters, die am Abend auch den Abschluss der Konferenz bildete. Geschichtsbetrachtung als Collage – dies zog sich durch die gesamte Konferenz, bei der Vergangenes und Aktuelles, Theoretisches und Praktisches immer miteinander verbunden wurden. Dass Provinz keineswegs provinziell sein muss, sondern gerade abseits der Metropolen viel Kreatives und Innovatives entstehen kann, machten auch die praktischen Beispiele deutlich, die in Senftenberg vorgestellt wurden. Und für sehr kleingeistige kulturpolitische Entscheidungen in den Großstädten fallen jedem sicher sofort eigene Beispiele ein. Ich verwies in meiner kurzen Rede zum Beispiel auf den Umgang des Rostocker Oberbürgermeisters mit dem Intendanten des Volkstheaters, Sewan Latchinian, oder auf das Betreiben Berlins, sich im Humboldt-Forum mit ihrer Ausstellung als „Rom der Moderne“ zu präsentieren.

22. Mai 2015

Podiumsdiskussion zu TTIP & Co.

Fotos: © Landesmusikrat Berlin

Am Vorabend des Aktionstages „Kultur braucht kein TTIP!“, zu dem der Deutsche Kulturrat anlässlich des diesjährigen Tags der kulturellen Vielfalt aufgerufen hatte, nahm ich an einer Podiumsdiskussion im Rathaus Charlottenburg teil. Der Landesmusikrat Berlin hatte gemeinsam mit dem Rat für die Künste Abgeordnete aller Bundestagsfraktionen eingeladen, um die Auswirkungen der gegenwärtig diskutierten Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TiSa zu diskutieren. Außer mir bezogen Tabea Rößner (B90/DIE GRÜNEN) und Klaus Mindrup (SPD) eine recht klare Position gegen TTIP und insbesondere mein SPD-Kollege machte deutlich, wo für die SPD die „roten Linien“ verlaufen. Ich hoffe sehr, dass es gelingt, diese Position in der SPD zur Mehrheitsmeinung werden zu lassen.
Einzig Ursula Groden-Kranich (CDU) sah mehr Chancen als Gefahren für den Kultur- und Kreativbereich und bemängelte, dass man eher mit Ängsten, denn am Inhalt der Verhandlungen debattieren würde. Dieser Hinweis ist aberwitzig: es mangelt ja genau daran, dass wir, Abgeordnete wie Öffentlichkeit, nicht über die konkreten Verhandlungsgegenstände und vor allem auch über die Absichten der europäischen und der US-amerikanischen Seite informiert werden. 

20. Oktober 2014

Diskussion beim Deutschen Musikrat

Vergangenen Freitag war ich auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates und diskutierte über aktuelle musikpolitische Themen. Heute hat der Musikrat folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Im Fokus des öffentlichen Teils der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates am 17. Oktober 2014 stand der Austausch mit den kulturpolitischen Sprechern bzw. Abgeordneten der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien. In vier Dialogforen konnten sich die Mitglieder des Deutschen Musikrates direkt mit den Abgeordneten zu aktuellen musikpolitischen Themen austauschen. Thematische Grundlage der Diskussionen bildete das Grünbuch des Deutschen Musikrates „Was ist uns die Musik wert? Öffentliche Förderung in der Diskussion“.

Marco Wanderwitz, kulturpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sagte nach der Veranstaltung: „Der Deutsche Musikrat hat mit seinem Grünbuch eine breite thematische Basis für die musikpolitische Diskussion geliefert. Wir werden unsere Verantwortung für den Schutz und die Förderung der Kulturellen Vielfalt auch weiterhin wahrnehmen.“

Hiltrud Lotze, stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion, betonte: „Der Deutsche Musikrat ist in unserer Kulturlandschaft ein wichtiger Akteur. Die Dialogforen sind eine gute Möglichkeit, den kulturpolitischen Dialog zwischen Bundestagsabgeordneten und den Mitgliedern des DMR zu intensivieren.“

Ulle Schauws, kulturpolitische Sprecherin von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, unterstrich ebenfalls die Bedeutung des Dialoges: „Gerade im Vorfeld entscheidender Weichenstellungen, wie z.B. zu den Freihandelsabkommen, sind Transparenz und das direkte Gespräch wichtige Impulse für die politische Meinungsbildung. Ich danke dem Deutschen Musikrat, der gesellschaftspolitisch hier eine wichtige Rolle einnimmt.“

Sigrid Hupach, kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, sagte: „Das Dialogforum hat einmal mehr gezeigt, dass sich die prekäre Lage vieler Musikschaffender nur verbessern lässt, wenn wir etwas für die Spielstätten und Orchester tun und uns für eine faire Vergütung einsetzen! Ich freue mich, dass wir mit dem Deutschen Musikrat einen Partner haben, mit dem wir uns gemeinsam für die Kulturelle Bildung von Kindern und das lebenslange Lernen einsetzen können.“

Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Wir brauchen einen stärkeren gesellschaftlichen Diskurs zu der Frage, was uns die Musik wert ist. Ich danke den Abgeordneten für die Intensivierung unseres Dialoges und bin zuversichtlich, dass dieser öffentliche Diskurs uns in dem Bestreben weiterbringt, die Rahmenbedingungen im Musikland Deutschland zu verbessern; dazu gehört auch die im Koalitionsvertrag vorgesehene Einrichtung eines Musikfonds.“

3. Juli 2014

Unsere Diskussion zur NS-Raubkunst im Reichstagsgebäude

Die Fraktion DIE LINKE und die Rosa Luxemburg Stiftung haben gestern zur öffentlichen Podiumsdiskussion „NS-Raubkunst – Eine Frage des Rechts oder moralische Pflicht?“ eingeladen. Uns war es wichtig, einem Thema von so großem öffentlichen Interesse auch im Kontext des Bundestages ein Forum zu geben. Meine Fraktionskollegin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau, und ich nahmen aus dieser gut besuchten und lebhaften Debatte viele wichtige Anstöße für unsere weitere parlamentarische Arbeit mit. 
Prof. Dr. Julius Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien zeigte sich erfreut: „Jetzt ist etwas in Bewegung – wenn auch langsam. Im Moment scheitert alles an rechtlichen Fragen. Es ist notwendig, dass wir zu einem Restitutionsgesetz kommen. In Österreich ging es ja auch. Wenn der Wille da ist, dann geht das auch in Deutschland.“ 
Kritischer sah dies der Historiker Prof. Dr. Wolfgang Dreßen: „Nachforschungen werden nicht gewollt. Denn die würden zeigen, dass es um eine breite gesellschaftliche Aneignung geht. Da müsste man dich unangenehmen Fragen zur Geschichte der Bundesrepublik stellen.“
Stefan Koldehoff, der Autor des Buches „Die Bilder sind unter uns“ wandte ein „Wir werden Cornelius Gurlitt irgendwann dankbar sein, denn durch diesen Fall wurde bewusst, dass es das Thema gibt.“ Gab aber auch zu bedenken: „In Deutschland stellen die Museen Restitutionsforscher an, die dann ihren Arbeitgeber erforschen sollen. Wie kritisch können diese Forscher dann sein, wenn der eigene Arbeitsplatz daran hängt? Das ist kein gutes Grundkonstrukt. Auch die Limbach-Kommission arbeitet völlig intransparent. Das muss sich ändern. Denn Unabhängigkeit und Transparenz sind notwendige Voraussetzungen.“
Moderiert wurde diese Diskussion von meiner wissenschaftlichen Mitarbeiterin, Imke Elliesen-Kliefoth.

HIER die Einladung zur Veranstaltung

20. Juni 2014

KULTUR (mit Plan) FÖRDERN

Konferenz der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag in Apfelstädt bei Erfurt

Kultur leistet einen erheblichen Beitrag für uns alle: Sie ist das Fundament einer demokratischen Gesellschaft, fördert Toleranz, schafft Selbstvertrauen und ermöglicht die Kommunikation mit allen Menschen um uns herum.

Dem Rechtfertigungszwang, dem viele kulturelle Projekte und Initiativen unterliegen, muss durch ein öffentliches Bekenntnis seitens der Politik ein Ende bereitet werden. Auch muss gewährleistet sein, dass allen Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht sowie sozialer und kultureller Herkunft die Teilhabe an Kultur ermöglicht werden kann.

Im Zuge der demografischen Veränderungen und der Entwicklung der öffentlichen Kassen benötigen Kulturakteure und Kultureinrichtungen dringend Planungssicherheit. Thüringen braucht daher ein Kulturfördergesetz. 

Im Rahmen der Diskussion über diese Themen habe ich folgende Rede gehalten: HIER als PDF.